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Tech Insight

Warum ich meinen eigenen Server manage statt Vercel zu nutzen

Cloud-Hosting ist bequem, aber teuer und fremdbestimmt. Warum ich mich für einen eigenen Linux-Server entschieden habe und was das für meine Kunden bedeutet.

Von Robin Herbeck··2 min read
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Warum ich meinen eigenen Server manage statt Vercel zu nutzen

Die Cloud-Falle

Vercel, Netlify, Railway. Cloud-Hosting ist verlockend. Deploy mit einem Git-Push, automatisches Scaling, null Server-Wartung. Klingt perfekt.

Bis die Rechnung kommt.

Bei meinem Portfolio allein wären das ~20-30€/Monat auf Vercel Pro. Für mehrere Kundenprojekte schnell 100€+ monatlich. Und das für Websites, die selten mehr als ein paar hundert Besucher am Tag haben.

Die Alternative: Eigener Server

Mein Setup: Ein Linux VPS für einen Bruchteil der Cloud-Kosten. Darauf laufen:

  • Mein Portfolio (Next.js)
  • Das Server Dashboard (Node.js)
  • Mehrere Kundenprojekte (WordPress + Next.js)
  • Gitea (eigenes Git-Hosting)
  • Nginx als Reverse Proxy

Monatliche Kosten: Ein fester Betrag, egal wie viele Projekte drauf laufen.

Was ich dafür gebaut habe

Klar, ein eigener Server hat auch Nachteile: Man muss sich um alles selbst kümmern. Deshalb hab ich mir ein Server Dashboard gebaut, das die Arbeit automatisiert:

  • Git-Webhook-Deployments: Push, automatischer Build & Deploy
  • Server-Audit: 60+ Security-Rules, automatisch geprüft
  • E-Mail-Management: Domains und Postfächer verwalten
  • PageSpeed-Monitoring: Core Web Vitals im Blick
  • Framework-Installer: Neue Projekte mit einem Klick aufsetzen

Der echte Vorteil: Kontrolle

Es geht nicht nur um Geld. Es geht um Kontrolle:

  • Keine Vendor-Lock-ins: Kein Anbieter kann die Preise erhöhen oder Features streichen
  • Volle Transparenz: Ich weiß genau, was auf meinem Server passiert
  • DSGVO: Daten liegen in Deutschland, bei einem deutschen Hoster
  • Performance: Kein Cold-Start, kein Serverless-Overhead

Für wen lohnt sich ein eigener Server?

Nicht für jeden. Wenn du ein Startup bist, das schnell skalieren muss, ist Cloud-Hosting wahrscheinlich besser. Aber wenn du:

  • Mehrere Websites betreibst
  • Kalkulierbare Kosten willst
  • Volle Kontrolle brauchst
  • DSGVO ernst nimmst

...dann ist ein eigener Server die bessere Wahl.

Fazit

Cloud-Hosting ist bequem. Eigenes Hosting ist schlauer, wenn man weiß, was man tut. Und genau das ist Teil meines Angebots an Kunden: Hosting, das funktioniert, ohne dass es ein Vermögen kostet.

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