Mein Tech-Stack 2026 als Freelance-Webentwickler
WordPress, Next.js, eigener Server. Welche Tools und Technologien ich 2026 einsetze und warum. Ein ehrlicher Blick auf meinen Stack als Freelancer.

Warum der Stack wichtig ist
Als Freelancer ist dein Tech-Stack dein Werkzeugkasten. Er bestimmt, wie schnell du lieferst, wie wartbar dein Code ist und ob der Kunde am Ende happy ist.
Meiner ist nicht der hippste. Aber er funktioniert. Und er bringt Ergebnisse.
CMS: WordPress ist mein Favorit
Für Websites, die der Kunde selbst pflegen soll, ist WordPress mein Go-To. Aber richtig gemacht, keine Page Builder, eigene Block Themes.
- Custom Gutenberg Blocks: Der Kunde bekommt genau die Blöcke, die er braucht
- ACF (Advanced Custom Fields): Für flexible, maßgeschneiderte Inhaltsfelder
- Full Site Editing: Layout-Kontrolle ohne Code
- PHP 8.x: Moderne PHP-Features, schnell und sicher
- DDEV: Lokale Entwicklungsumgebung, die auf jedem Rechner identisch läuft
Daneben kenn ich auch REDAXO (mein zweiter Favorit für CMS-Projekte). TYPO3 und Contao kenn ich auch, halte ich aber für veraltet und überkompliziert. Wenn ein Projekt damit kommt, schaff ich mich rein. Ich würde es aber niemanden aktiv empfehlen.
Frontend: Next.js + React + TypeScript
Für Web Apps und komplexe Websites setz ich auf Next.js mit dem App Router. Warum?
- Server Components: Weniger JavaScript beim Client, bessere Performance
- TypeScript: Weniger Bugs, bessere IDE-Unterstützung, einfacheres Refactoring
- React 19: Stabil, riesiges Ökosystem, jeder Entwickler kennt es
Styling: Sass/SCSS ist mein Favorit
Wenn ich die Wahl hab, greif ich zu Sass/SCSS. Ich mag die Kontrolle, die Verschachtelung und die Möglichkeit, eigene Design-Systeme sauber aufzubauen.
Tailwind CSS und Bootstrap nutz ich auch, wenn es schnell gehen muss oder das Projekt es erfordert. Aber mein Herz schlägt für handgeschriebenes CSS.
Animationen: Gerne auch selbst gebaut
- GSAP: Für komplexe, performante Animationen
- Lenis: Smooth Scrolling, macht einen riesen Unterschied bei der UX
- CSS/JS Custom: Viele Animationen schreib ich selbst, CSS Transitions, Keyframes oder vanilla JS. Das gibt mir die volle Kontrolle über Timing und Performance.
- rough-notation: Handschrift-Effekte
- paper-design/shaders-react: WebGL-Shader für besondere visuelle Effekte
Backend & Datenbanken
- Node.js: API-Server, Automatisierungen, CLI-Tools
- MySQL/MariaDB: Meine Standard-Datenbanken, jahrelange Erfahrung
- PostgreSQL/Supabase: Für Projekte die es erfordern (z.B. dieses Portfolio)
- Prisma ORM: Type-safe Datenbankzugriffe
- Docker: Für isolierte Entwicklungsumgebungen
- Nginx: Reverse Proxy auf meinem Server
DevOps & Hosting
- Eigener Linux-Server: Volle Kontrolle, kalkulierbare Kosten
- Terminal: Mein tägliches Werkzeug, Server-Verwaltung, Scripting, Deployment
- Gitea: Self-hosted Git, wie GitHub, nur meins
- Webhook-Deployments: Git-Push → automatischer Build & Deploy
- Server Dashboard: Eigenes Management-Tool für alle Projekte
- Bun: Mein bevorzugter Package Manager und Runtime, schneller als npm
Design & Grafik
- Affinity Designer: Icons und Grafiken mach ich bei Bedarf selbst
- Figma: Wenn ich Designs von Kunden oder Agenturen bekomme
Tools im Alltag
- VS Code + Claude Code: Meine Entwicklungsumgebung
- Git: Versionskontrolle (klar)
- Umami: Self-hosted Web-Analytics, DSGVO-konform, kein Google Analytics nötig
- Nodemailer: E-Mail-Versand für Kontaktformulare
KI & Automatisierung
KI nutze ich da, wo sie wirklich hilft, nicht als Buzzword.
- Claude via AWS Bedrock EU: Mein KI-Modell für Code-Assistenz und Automatisierungen. Läuft über AWS in EU-Rechenzentren, also DSGVO-konform. Kundendaten kommen da nicht drauf.
- Claude Code: KI direkt im Terminal und Editor, mein täglicher Coding-Partner
Was ich bewusst NICHT nutze
- Elementor/Divi: Zu langsam, zu aufgebläht
- Google Analytics: Umami reicht und ist DSGVO-konform
- AWS/Azure als Hosting-Plattform: Zu komplex und teuer, dafür hab ich meinen eigenen Server
Fazit
Mein Stack ist kein Statement. Er ist ein Werkzeug. Ich wähl Tools danach aus, ob sie meinen Kunden Ergebnisse liefern, nicht danach, ob sie gerade auf Twitter gehyped werden.